
Was Sie über die Langzeitmiete in Thailand wissen sollten
Was Sie über die Langzeitmiete in Thailand wissen sollten
Ihr wichtigster gesetzlicher Schutz als Mieter:
Die thailändischen Gesetze zum Mieterschutz haben sich in den letzten Jahren erheblich geändert:
Das thailändische Zivil- und Handelsgesetzbuch (Civil and Commercial Code) regelt die grundlegenden vertraglichen Pflichten
Das Verbraucherschutzgesetz (Consumer Protection Act) bietet zusätzlichen Schutz vor unfairen Vertragsklauseln
Gesetze zur Mietpreisbindung gelten vor allem für ältere Immobilien und bestimmte Zonen
Die Änderungen des Verbraucherschutzgesetzes von 2018 betreffen ausdrücklich Wohnraummietverträge
Neuere Gesetze stufen bestimmte Klauseln in Mietverträgen als möglicherweise unfair gegenüber Mietern ein, darunter:
Klauseln, die dem Vermieter erlauben, die Miete willkürlich zu ändern
Klauseln, nach denen der Vermieter kündigen darf, ohne dass der Mieter den Vertrag erheblich verletzt hat
Bestimmungen, die einseitige Vertragsänderungen zulassen
Klauseln, die den Vermieter von seinen Instandhaltungspflichten befreien
Überhöhte Kautionen (mehr als 1–3 Monatsmieten)
Klauseln, die dem Vermieter erlauben, die Kaution ohne Begründung einzubehalten
Klauseln, die unangemessene Geldbußen oder Vertragsstrafen vorsehen
So sind die Pflichten bei der Instandhaltung verteilt:
Vermieter sind für Reparaturen an der Bausubstanz und an der wesentlichen Haustechnik zuständig
Mieter übernehmen in der Regel die kleinere Instandhaltung und Reparaturen, die durch normalen Gebrauch anfallen
Dringende Reparaturen, von denen die Bewohnbarkeit abhängt, müssen Vermieter umgehend erledigen
Mieter sollten Reparaturwünsche schriftlich festhalten
In manchen Fällen dürfen Mieter dringende Reparaturen selbst vornehmen und angemessene Kosten von der Miete abziehen
Das Recht des Mieters auf Privatsphäre in Thailand:
Vermieter müssen sich mit angemessener Frist ankündigen, bevor sie eine vermietete Immobilie betreten
Mieter haben das Recht, die gemieteten Räume ungestört zu nutzen
Unangekündigte Besuche des Vermieters können das Recht auf Privatsphäre verletzen
Im Notfall darf der Vermieter die Räume betreten, um Schäden oder Verletzungen zu verhindern
Der Vertrag sollte regeln, unter welchen Bedingungen der Vermieter Zutritt hat und wie er sich ankündigen muss
Wege, Streitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter beizulegen:
Der erste Schritt sollte immer die direkte Verhandlung sein
Mediation durch Verbraucherschutzstellen
Das Office of the Consumer Protection Board kann unfaire Praktiken untersuchen
Klage vor den Zivilgerichten bei Vertragsverletzungen
Verfahren für geringfügige Forderungen bei Streitigkeiten um begrenzte Beträge